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PRESSEMITTEILUNG

MUSEUM SELMA: Kölner Bürger fordern Beibehaltung des rechtsrheinischen Standorts

Köln, den 29. April 2026 – Bei der Veranstaltungsreihe „Kultur im Dialog" des Kölner Kulturrats diskutierten am vergangenen Donnerstag zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Brigitta von Bülow (Bürgermeisterin), Dr. Klaus Piehler (Vorsitzender der Museumsgesellschaft), Robert Fuchs (Geschäftsführer von DOMiD), Boris Sieverts (Initiative „SELMA bleibt"), Aysin Ipekci (Architektin), sowie Alexander Pirlet (Geschäftsführer von Pirlet & Partner) über die aktuell diskutierte Verlagerung des Museums in das Kulturzentrum am Neumarkt (KAN). Die Teilnehmenden sprachen sich dabei mit deutlicher Mehrheit dafür aus, das Museum SELMA in einer reduzierten, dem verfügbaren Finanzrahmen angepassten Konzeption am ursprünglichen Standort in Kalk zu realisieren.

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Die Teilnehmenden sehen in der Abkehr von Kalk einen massiven Verlust für die politisch beschlossene Stadtteilentwicklung im Kölner Osten. Kalk ist aufgrund seiner industriellen und migrantischen Prägung ein historisch authentischer Ort für ein Museum der Migrationsgeschichte.

Auch Bürgermeisterin Brigitta von Bülow sprach sich für eine Lösung im Rechtsrheinischen aus: „Die beste Lösung wäre für mich immer noch, wenn wir in Kalk eine Lösung herbeiführen, die kostengünstiger und umsetzbar ist. Und wenn nicht dort, dann an alternativen Standorten, am liebsten auch im Rechtsrheinischen."

Die diskutierte Integration in das Kulturzentrum am Neumarkt wird nicht als sinnvoll bewertet, da damit erhebliche Einschränkungen für das Museum Schnütgen, für das Rautenstrauch Joest Museum und für den Museumsdienst verbunden wären.

Dr. Klaus Piehler, Vorsitzender der Museumsgesellschaft, sagte: „Es ist die schlechteste Möglichkeit, dass in dieses Museum mit reinzuquetschen, weil auch SELMA dort in zwei Jahren nach Sonderausstellungsflächen rufen wird."

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Appell an die Politik und an DOMID

Die Teilnehmenden appellieren an den Stadtrat, die Verwaltung mit der Prüfung alternativer Szenarien zu beauftragen, und an den Trägerverein und Bauherrn DOMID, eine an den bestehenden Finanzrahmen angepasste Konzeption für den Standort Kalk in Angriff zu nehmen.

Bruno Wenn, Vorstandsvorsitzender des Kölner Kulturrats, betonte die Bedeutung eines transparenten, ergebnisoffenen Prüfprozesses für das SELMA unter partizipativer Mitwirkung aller betroffenen Einrichtungen am KAN. „Wir müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten, im besten Interesse der Kulturpolitik dieser Stadt."

 

Über den Kölner Kulturrat

Der Kölner Kulturrat e.V. vereinigt die Fördervereine und -institutionen des Kulturbereichs in der Stadt. Als Interessenvertretung und Sprachrohr unterstützt er interdisziplinär das kulturelle Geschehen der Stadt Köln durch persönliches Engagement und fachlichen Rat.

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