Rückblick Kultur im Dialog
Kölner OB-Kandidat*innen im Dialog über die Kulturpolitik
Am 3. September luden der Kölner Kulturrat, der KunstSalon Köln und das KulturNetzKöln in das COMEDIA Theater ein, um kulturpolitischen Fragen im laufenden OB-Wahlkampf Raum zu geben. 300 kulturinteressierte Bürgerinnen und Bürger kamen, um sich ein Bild davon zu machen, wie die Oberbürgermeisterkandidat*innen die Zukunft der Kultur in Köln gestalten wollen.
Teilgenommen haben: Berivan Aymaz (die Grünen), Torsten Burmester (SPD), Markus Greitemann (CDU), Volker Görzel (FDP), Heiner Kockerbeck (die Linke), Hans Mörtter (parteilos) und Lars Wolfram (Volt).
Die Veranstaltung gliederte sich in drei Themenrunden: die Rolle und Strukturen der Kulturverwaltung, die Zukunft der Oper am Offenbachplatz sowie die Förderung und Sichtbarkeit der Freien Szene.
An dem Abend wurde deutlich, dass Kultur in Köln nicht nur symbolische Wertschätzung braucht, sondern vor allem verlässliche Strukturen, klare Prioritäten und langfristige Planungssicherheit. Die Positionen der OB-Kandidatin und der OB-Kandidaten waren dabei erstaunlich übereinstimmend, was ermutigend ist. Alle sprachen sich für eine neue Vertrauenskultur, mehr Eigenverantwortung für die Kultureinrichtungen, verbindliche mehrjährige Förderungen, zusätzliche Kulturräume und klare Verantwortungsstrukturen in der Verwaltung aus. Der OB Kandidat Markus Greitemann kündigte zudem an, den vom Kölner Kulturrat vorgeschlagenen Kulturservice einführen zu wollen und alle Kulturbauten aus dem Kulturbudget in eine GmbH auszulagern, um den Institutionen finanziell mehr Spielraum zu verschaffen.
Übereinstimmung herrschte auch in der Frage, dass sich Bühnen und Opern nach der Wiedereröffnung am Offenbachplatz stärker öffnen sollen – sowohl inhaltlich im Programm als auch räumlich für die Stadtgesellschaft. Zugleich betonten alle Kandidat*innen die Bedeutung der Kultur als wichtigen Baustein der Demokratie und versprachen, die Förderung der freien Szene mehrjährig und verbindlich auszubauen.
Allerdings blieb offen, wie diese Versprechen konkret umgesetzt werden sollen. Als Kölner Kulturrat werden wir daher dranbleiben und mit Nachdruck die Umsetzung einfordern. Das ist unser Anspruch, an dem wir die oder den künftigen OB messen werden.



