STATEMENT
STATEMENT ZUR KÖLNISCHEN RUNDSCHAU
Die Nachricht trifft uns hart. Mit der Kölnischen Rundschau verliert Köln nicht nur eine Traditionszeitung, sondern eine Redaktion, die lokale Kultur wirklich ernst genommen hat. Über Jahrzehnte war die Rundschau eine verlässliche Plattform für die gesamte Breite des Kölner Kulturlebens, von kleinen freien Projekten bis zu den großen Häusern.
Was uns besonders besorgt: Dieser Schritt steht nicht allein. Kulturberichterstattung in etablierten Medien wird bundesweit weniger. Redaktionen werden zusammengelegt, Stellen gestrichen, Kulturseiten gekürzt. Köln ist keine Ausnahme mehr.
Das hat Konsequenzen. Ohne unabhängigen Journalismus verliert Kultur an Sichtbarkeit, an gesellschaftlicher Relevanz und letztlich auch an politischem Gewicht.
Als Kölner Kulturrat nehmen wir das als Auftrag: Wir müssen als Kulturszene sichtbarer werden, mehr eigene Kommunikation aufbauen und gemeinsam dafür eintreten, dass lokaler Kulturjournalismus gefördert und strukturell gesichert wird. Das ersetzt keine unabhängige Presse. Aber es ist das, was wir jetzt tun können.
Allen Betroffenen der Kölnischen Rundschau gilt unser aufrichtiger Dank und unsere volle Solidarität.
- Bruno Wenn,, Vorstandsvorsitzender des Kölner Kulturrats